{"id":2512,"date":"2024-04-29T21:34:17","date_gmt":"2024-04-29T19:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/?page_id=2512"},"modified":"2024-04-29T21:34:17","modified_gmt":"2024-04-29T19:34:17","slug":"expertenwissen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/weisshandgibbon\/expertenwissen\/","title":{"rendered":"Expertenwissen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/zootierdesjahres.de\/index-2019\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2513\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber.png 600w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber-150x150.png 150w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber-300x300.png 300w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber-90x90.png 90w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber-360x360.png 360w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2019-ZDJ-Aufkleber-64x64.png 64w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibbons (kleine Menschenaffen)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Systematische Einteilung:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Klasse: S\u00e4ugetiere<\/li><li>Ordnung: Primaten<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Gibbons werden zur Unterscheidung von den gro\u00dfen Menschenaffen (Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse und Bonobo) als <strong>\u201eKleine Menschenaffen\u201c <\/strong>bezeichnet. Im zoologischen System geh\u00f6ren sie zusammen mit den Gro\u00dfen Menschenaffen und den Menschen zur <strong>\u00dcberfamilie der Menschenartigen (Hominoidea)<\/strong>. Sie geh\u00f6ren zu den <strong>Altweltaffen<\/strong>, die man an der schmalen Nasenscheidewand erkennen kann. Wei\u00dfhandgibbons werden 4 bis 9 kg schwer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebensraum:<\/h3>\n\n\n\n<p>tropische Regenw\u00e4lder S\u00fcdostasiens und Indonesiens<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besonderheiten und Anpassungen:<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>Hand <\/strong>des Gibbons ist sehr schlank, mit langen starken Fingern, die <strong>hakenartig zum H\u00e4ngen und Schwingen gekr\u00fcmmt<\/strong> werden k\u00f6nnen. Die <strong>Daumen sind sehr kurz<\/strong>. Auch an den F\u00fc\u00dfen kann der gro\u00dfe Zeh den anderen Zehen gegen\u00fcbergestellt werden (<strong>Greiffu\u00df<\/strong>). So k\u00f6nnen sie sich auch mit den F\u00fc\u00dfen sehr gut festhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gibbons sind perfekte <strong>Schwinghangler<\/strong>. Der <strong>Fortbewegung dienen fast ausschlie\u00dflich die \u00fcberlangen Arme<\/strong>, die Beine dagegen sind nur kurz. Der K\u00f6rper h\u00e4ngt unter den Armen und durch geschickte Gewichtsverlagerung wird er, wie ein Pendel, in schwingende Bewegungen gebracht. Mit einem Schwung k\u00f6nnen sie dabei Entfernungen von bis zu 12 m \u00fcberwinden und sich sehr schnell von Baum zu Baum bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Gibbons sind ausgesprochene <strong>Baumbewohner<\/strong>. Wenn sie gelegentlich auf den Boden herabkommen, bewegen sie sich meist zweibeinig fort. Die langen Armen helfen ihnen dann dabei, das Gleichgewicht zu halten.<br>Sogar zum Trinken verlassen sie die B\u00e4ume nur selten, sondern lassen sich lieber kopf\u00fcber von einem \u00fcberh\u00e4ngenden Ast zum Wasser hinab.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fell ist im Vergleich zu dem der Gro\u00dfen Menschenaffen sehr <strong>dicht<\/strong>.<br>Wei\u00dfhandgibbons k\u00f6nnen hellbraun oder dunkelbraun (fast schwarz) gef\u00e4rbt sein.<br>Die Fellfarbe \u00e4ndert sich im Laufe des Lebens nicht. Es gibt sowie helle und dunkle M\u00e4nnchen als auch Weibchen.<br>Das <strong>Gesicht ist um Augen, Nase und Mund fast unbehaart<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebensweise und Nachwuchs:<\/h3>\n\n\n\n<p>Gibbons sind <strong>tagaktiv<\/strong>. Das Sozialleben der Gibbons ist ganz anders als bei den \u00fcbrigen h\u00f6heren Affen. Sie leben <strong>paarweise <\/strong>zusammen. Jungtiere bleiben bis zum Alter von 6 bis 8 Jahren bei den Eltern, so dass eine kleine Familiengruppe entsteht. Jede Familiengruppe besetzt ein <strong>Territorium<\/strong>. Dieses feste Streifgebiet wird gegen andere Gruppen verteidigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jungtiere <\/strong>werden nach <strong>einer Tragzeit von 210 bis 235 Tagen<\/strong> geboren. Es kommt immer nur 1 Jungtier zu Welt. In den ersten<strong> 3-4 Lebensmonaten<\/strong> h\u00e4ngen sie <strong>st\u00e4ndig am Bauch der Mutter<\/strong>. Sie sitzen nicht, wie andere Affenjunge, auf dem R\u00fccken der Mutter. Im Alter von 4-5 Monaten beginnen sie zu hangeln. Mit sechs Monaten laufen sie auch schon einmal zweibeinig. Mit etwa <strong>anderthalb Jahren beginnt die Entw\u00f6hnung<\/strong>. Im Alter von <strong>6 bis 7<\/strong> Jahren werden die jungen Gibbons <strong>geschlechtsreif<\/strong>. Sie verlassen ihre Familiengruppe und suchen sich einen Partner. Die Weibchen bringen nur alle 2 bis 3 Jahre Jungtiere zur Welt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nahrung:<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00fcberwiegend Fr\u00fcchte, Triebe, Bl\u00e4tter, auch Insekten, Eier, Nestlinge, seltener auch flugf\u00e4hige V\u00f6gel sowie kleine S\u00e4ugertiere<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ges\u00e4nge im Chor und Duett<\/h3>\n\n\n\n<p>Besonders morgens sowie am sp\u00e4ten Nachmittag \u201esingen\u201c die Gibbons. An diesen <strong>20-30 Minuten<\/strong> w\u00e4hrenden Rufen nehmen alle \u00e4lteren Mitglieder der Gruppe teil. Auffallend ist, dass die <strong>M\u00e4nnchen und Weibchen miteinander singen<\/strong>, bei den meisten Arten in einem regelrechten Duett, in dem beide verschiedene Stimmen \u00fcbernehmen. Die Abstimmung aufeinander wird gr\u00f6\u00dfer, je l\u00e4nger die Paare zusammenleben. Singen etwa V\u00e4ter und heranwachsende T\u00f6chter zusammen, so funktioniert die Abstimmung weit weniger gut. <strong>Offenbar tr\u00e4gt das gemeinsame Singen zur St\u00e4rkung der engen Bindung zwischen den Gruppenmitgliedern bei<\/strong>. Mit den Ges\u00e4ngen werden die benachbarten Gruppen dar\u00fcber informiert, wo sich die Gruppe gerade aufh\u00e4lt. Sie dienen auch der Reviermarkierung und -verteidigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch alleinstehende M\u00e4nnchen singen und teilen damit den Artgenossen mit, dass sie nach einer Partnerin suchen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"647\" height=\"99\" src=\"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/gef\u00e4hrdungn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2517\" srcset=\"https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/gef\u00e4hrdungn.jpg 647w, https:\/\/zooschule-landau.de\/zoojugendspiele\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/gef\u00e4hrdungn-300x46.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/www.zootierdesjahres.de\/index-2019\">https:\/\/www.zootierdesjahres.de\/index-2019<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibbons (kleine Menschenaffen) Systematische Einteilung: Klasse: S\u00e4ugetiere Ordnung: Primaten Die Gibbons werden zur Unterscheidung von den gro\u00dfen Menschenaffen (Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse und Bonobo) als \u201eKleine Menschenaffen\u201c bezeichnet. 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